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Vohburg - 4. und 5. Juni 2010

 

 

Vohburg – Napoleon – Bayern

 

Am 10. April 1809 fielen die Österreicher mit 175 000 Soldaten ohne förmliche Kriegserklärung zum wiederholten Male in Bayern ein. Dieser Konflikt war zwar seit einiger Zeit absehbar, aber man wollte von Seiten Frankreichs und dem Verbündeten Bayern nichts unternehmen, das weiter provozieren würde.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die schwachen bayerischen Kräfte wichen unter Beobachtung und kleineren Rückzugsgefechten nach Nordwesten zurück.

Die beiden Marschkolonnen der österreichischen Armee unter Erzherzog Karl standen nach schwierigen Märschen durch aufgeweichte Straßen und eigenen Abstimmungsproblemen erst am 19. April im Gebiet zwischen Moosburg und Regensburg, hatten sich aber noch nicht vereint.

Napoleon, welcher am 12. April die Nachricht von der Grenzüberschreitung Österreichs per optischen Telegraf in Paris erhalten hatte, erkannte sofort den Ernst der Lage. Er gab seine Befehle an Marschall Berthier aus und traf nach 4 Tagen ununterbrochener Fahrt am 17. in Donauwörth ein.

Die Lage welche er dort vorfand hätte bei energischem Vorgehen des Gegners innerhalb von 24 Stunden eine sichere Niederlage bedeuten können.

Seine gegebenen Befehle hatten sich teils zeitlich überschnitten oder wurden von Berthier falsch ausgelegt.

Der Kaiser musste sich ein genaueres Bild machen und beschloss seine greifbaren Truppen, deren Flügel 120 Km voneinander getrennt auf der Line Augsburg-Regensburg standen, im Raum Ingolstadt zu sammeln, wo er selbst am 18. April eintraf. Die ausgegebene Devise war „Aktivität, Aktivität, Schnelligkeit“.

Als Napoleon am Abend von Wrede erfährt, dass die feindlichen Massen Lefebre gegenüber südlich der Donau vorgehen, da steht mit einem Male die kommende Schlacht an der Abens in großen Zügen vor seinem geistigen Auge.

Freilich ist die Lage Erzherzog Karls selten günstig, er steht mit überwiegender Zahl auf der inneren Linie und der Abfang eines Befehls an Davout setzt ihn in Kenntnis über Stärke und Verteilung des Feindes welcher die Donau im Rücken hat. Dieser weiß nicht, dass sich die österreichischen Kräfte noch nicht vereint haben, einen Angriff Davouts befürchten und sich gegen Regensburg konzentrieren.

Aber Napoleon hat einen Entschluss gefasst, er hat seine Truppen vereinigt und verbringt die Nacht zum 20. April in Vohburg, wo er 2 Stunden in einem Stuhl sitzend schläft. Hier werden die letzten Befehle gegeben, die Kuriere fliegen mit ihren Nachrichten in alle Richtungen.

Der nächste Tag bringt nach einer schwungvollen Anrede an die bayerischen Truppen und einem Angriff auf das Zentrum der Österreicher die Vorraussetzung für eine schnelle Beendigung der Kämpfe in Bayern und das Gesicht unseres Landes wie wir es heute kennen.

Somit wurde damals in Vohburg ein maßgeblicher Teil für unser heutiges Bayern gelegt.

 

 

 

Die Veteranen von Eggmühl kommen nach Vohburg vom 4.-5. Juni 2010

 

Um den interessierten Zuschauer einen Einblick in diese Zeit zu ermöglichen veranstaltet die Stadt Vohburg und das königlich bayerische 2. Chevauleger Regiment Taxis vom 4. bis 5. Juni ein Feldlager am Vohburger Festplatz. Zu sehen gibt es neben Zeltlager, historischer Ausrüstung und Bewaffnung, verschiedenen Vorführungen auch jeweils Nachmittags ab 14 Uhr Schießvorführungen und Gefechtsübungen von Infanterie, Artillerie und Kavallerie.

 

Die Hobby-Historiker geben am Lagerfeuer gerne Auskunft über das Leben des einfachen Mannes vor 200 Jahren. Somit wird Geschichte wie sie sich hier in unserer Heimat zugetragen hat erlebbar.

 

Wir freuen uns auf Ihr kommen.

Für Bayern in Treue fest.

 

Infos unter www.chevauleger-regiment.de.

 

 

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